Wie kann man die Frage, welche Pferdeeinstreu ist richtig, beantworten?

Pferdebesitzer diskutieren oft und ausgiebig alle Belange ihrer Vierbeiner mit Freunden und Stallkollegen. Eines der umstrittenen Themen ist die Pferdeeinstreu. Die Lager sind häufig gespalten. Aussagen wie: „Natürlich kommt nur Stroh in die Pferdebox“ oder „Keine Frage, Stroh ist die einzig richtige Pferdeeinstreu“ fallen in solchen hitzigen Debatten. Ist das wirklich richtig? Gibt es nicht bessere Alternativen?

Stroh als Pferdeeinstreu

Seit Jahrhunderten wird in den Pferdeställen Stroh als Pferdeeinstreu verwendet. Das war in der Vergangenheit die richtige Lösung. Beim Getreideanbau fand das Abfallprodukt „Stroh“ die richtige Verwendung. Die Pferde waren Arbeitstiere. Sie wurden in der Landwirtschaft, vor Kutschen, beim Militär, für Jagden und als Reittier für den Transport von Menschen eingesetzt. Sie waren den ganzen Tag unterwegs und nachts wurde Stroh als Pferdeeinstreu und Futtermittel eingesetzt. Inzwischen hat sich die Verwendung der Pferde stark verändert. Sie finden jetzt hauptsächlich ihre Tätigkeit im Sportbereich und als Freizeitpferd. Der Anteil der Pferde für den Arbeitseinsatz ist stark gesunken. Teilweise findet man Pferde noch beim Militär, Polizei oder im geringen Prozentsatz in der Waldwirtschaft. Der Aufenthalt des Pferdes in den Boxen hat sich erhöht. Außerdem gibt es verschiedene andere Haltungsmöglichkeiten wie beispielsweise Offenstall und Aktivstall. Die „modernen“ Pferde haben mehr gesundheitliche Probleme wie beispielsweise Allergien und Atemwegserkrankungen. Stroh kann ebenfalls Gewichtsprobleme verursachen. Sicherlich sollte Stroh als Raufutter angeboten werden, aber die ganze Box leer fressen, ist das sinnvoll?

Veränderung der Umwelt

Die landwirtschaftlichen Flächen haben sich heutzutage verändert. Es gibt Monokulturen oder die großen Städte verdrängen immer mehr die Bauern mit ihren Betrieben.

Die Qualität von Pferdeeinstreu aus Stroh ist von vielen Faktoren abhängig. Vor allem ist der Getreidebauer vom Wetter abhängig. Die Ernte muss bei trockenem Wetter eingefahren werden und das Stroh darf nicht nass werden oder möglicherweise tagelang auf dem Acker liegen. Wenn das nicht beachtet wird, ist das Material Stroh staubig, teilweise muffig oder schimmelig. Die Getreidefelder werden mit Substanzen gegen das Ungeziefer bearbeitet. Diese sind dann auch im Stroh vorhanden. Wollen Sie, dass Ihr Vierbeiner auf einem solchen Pferdeeinstreu steht?

Ein weiteres Umweltproblem ist der hohe Anfall an Mist. Das zeitaufwendige tägliche Misten der Boxen produziert eine große Menge Mist. Das typische Bild eines Pferdestalles mit Stroh als Pferdeeinstreu ist ein riesiger „Misthaufen“. Die Aufbewahrung und Entsorgung solcher Haufen werden mehr und mehr zum Umweltproblem. Vor allem die behördlichen Auflagen machen jedem Pferdestallbesitzer das Leben schwer.

Die Lagerung der großen Strohballen ist ein weiteres logistisches Problem. Früher wurde das Stroh entweder auf den Heuboden geblasen oder in kleine Ballen gepresst. Heutzutage sind es teilweise riesige rechteckige Quader oder große Rundballen. Diese können ohne Hilfe von Maschinen nicht bewegt werden. Es müssen ebenerdige Hallen zur Verfügung stehen oder es muss einen befahrbaren Heuboden für die Lagerung geben. Die Lagerung eines Jahresbedarfs (bis zur nächsten Ernte) von Pferdeeinstreu aus Stroh wird schwieriger.

Die Veränderung der landwirtschaftlichen Flächen, der zur Verfügung stehenden Gebäude und der Umweltbedingungen bedürfen ein Umdenken. Zahlreiche Kosten steigen von Jahr zu Jahr und die Qualität Pferdeeinstreu aus Stroh kann nicht mithalten. Ist Stroh als Pferdeeinstreu noch zeitgemäß?

Die richtige Pferdeeinstreu für den Pferdebesitzer

Welche Eigenschaften muss die richtige Pferdeeinstreu haben?

  • gute gleich bleibende Qualität
  • trocken und saugfähig
  • nicht belastet durch Chemie
  • Platz sparende Lagerung
  • einfache Handhabung
  • weniger Mistanfall
  • Reduzierung des täglichen Arbeitsanfalles
  • Preis unabhängig von Ernteerfolgen

Diese Eigenschaften schonen den Geldbeutel und verbessern den Arbeitsalltag der Pferdebesitzer. Die Anforderungen der Gebäude für die Lagerung von Pferdeeinstreu sind geringer. Meistens reichen die bereits vorhandenen Möglichkeiten.

Die richtige Pferdeeinstreu für das Pferd

Ihr Vierbeiner hat ebenfalls einige Anforderungen an die richtige Pferdeeinstreu

  • staubfrei
  • geringe bis keine Ammoniakbelastung
  • keine Belastung der Atemwege durch chemische Zusätze
  • rutschhemmend
  • bequem zum Hinlegen
  • ungezieferfrei
  • trockene Hufe

Fazit

Kombinieren Sie die gewünschten Eigenschaften für Nutzer und Pferd und Sie finden die richtige Pferdeeinstreu, die beiden gerecht wird. Auf dem Markt sind verschiedene Produkte von unterschiedlichen Anbietern. Teilweise werden Produkte aus dem Grundstoff Stroh angeboten (Pellets) oder Leinenstroh. Variationen aus Holz (Holzspäne, Sägemehl) finden Sie ebenfalls als Alternativen. Produkte aus Sägewerken sind mit Vorsicht zu genießen. Oftmals können Sie nicht nachvollziehen, ob bei dem angebotenen Sägemehl unbehandeltes Holz verwendet wurde. Wichtig für Ihre Entscheidung ist, die Transparenz der Herstellerangaben. Bei verschiedenen Produkten können Sie die Angaben über Herstellung und das verwendete Holz gut nachvollziehen. Ein gutes Beispiel für Transparenz bietet die Homepage von Boxengold. Diese Pferdeeinstreu können Sie direkt vom Hersteller beziehen. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und schauen Sie bei www.boxengold.shop vorbei. Wählen Sie die richtige Einstreu für die Gesundheit Ihres Pferdes und für Ihren Geldbeutel.

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